„Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen. Heute im Studio: Caren Miosga“

„Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen. Heute im Studio: Caren Miosga“

Zwar haben wir diese Sätze, die wohl jeder in Deutschland kennt, nicht zu hören bekommen, dafür aber haben wir mit Caren Miosga Zitronenkuchen gegessen und uns in lockerer Atmosphäre mit ihr unterhalten. Am Mittwoch den 15.6.2022 sind acht Schüler und Schülerinnen der Klasse 11b gemeinsam mit Frau Behrens um 6:40 Uhr in Hannover in den Zug gestiegen, um Caren Miosga im Studio der Tagesschau und Tagesthemen zu besuchen.

Als wir nun, nahezu ohne Probleme, mit der Deutschen Bahn in Hamburg angekommen, mit der S-Bahn gefahren und ein kleines Stückchen gelaufen sind, waren wir endlich da – am Standort der deutschen Tagesschau und der Tagesthemen. Während wir auf Caren Miosga, übrigens seit 2007 eine der Hauptmoderatorinnen der Tagesthemen, warteten, wuchs die Aufregung schon etwas. Immerhin erscheint Frau Miosga viele Abende im Fernsehen und informiert Millionen von Menschen über die aktuellen Ereignisse in der Welt, sie ist also prominent. Wie sie wohl privat so tickt?
Sobald sie durch die moderne Drehtür des Gebäudes kam und sich uns allen mit einem freundlichen Lächeln und Handschütteln, als „Caren“ vorstellte, ahnten wir bereits, dass dies ein sehr sympathisches und angenehmes Treffen werden würde.

Wir staunten nicht schlecht bei der Führung durch das neue Nachrichtenhaus, die exklusiv von Caren Miosga selbst und von dem Redakteur der Tagesschau, Patrick Uhe, durchgeführt wurde. In dem riesigen Großraumbüro, an zentraler Stelle des Gebäudes, arbeiteten viele Menschen unterschiedlichster Altersgruppen. Fast alle ausgestattet mit Headset. Über ihnen hingen, ähnlich wie an der Börse, Bildschirme, die verschiedene TV-Sendungen abspielten.
Eines der großen Ziele beim Bau sei es gewesen, so Patrick Uhe, dass ein möglichst offenes Arbeitsumfeld entstehe, in dem alle einfach und ohne räumliche Trennung miteinander kommunizieren können. Das Highlight der Gebäude-Tour war jedoch das TV-Studio. Wegen der live stattfindenden Aufnahme der Sendung „Tagesschau 24“ durften wir leider nicht eintreten. Doch durch die Glasscheibe im Technikraum, der aus unzähligen Knöpfen, Hebeln und blinkenden Lichtern bestand, konnten wir einen Blick hineinwerfen. Das Studio wirkte kleiner als im Fernsehen. Wie wir später noch von Caren Miosga erfuhren, ist es auf der Seite, die wir nicht einsehen konnten, mit viel Technik und Kameras ausgestattet.
Danach ging es mit Frau Miosga in einen Konferenzraum, in dem sie bereits leckeren Zitronenkuchen und Getränke bereitgestellt hatte. In einer sehr lockeren Atmosphäre erzählte sie einiges über sich und ihren Job und antwortete ausführlich und fröhlich auf unsere Fragen. Besonders spannend waren natürlich Erzählungen über bekannte PolitikerInnen wie Angela Merkel oder Olaf Scholz, mit welchen sie Interviews geführt hatte. Von der ehemaligen Kanzlerin und dem aktuellen Kanzler sei es deutlich schwieriger, Informationen zu bekommen, als beispielsweise von der jüngeren Annalena Bearbock. Als wir Frau Miosga dann fragten, ob sie vor den Sendungen noch immer aufgeregt sei, waren wir etwas überrascht über ihre Antwort. Denn, im Gegensatz dazu, wie souverän sie auf dem Bildschirm wirkt, habe sie vor den Sendungen immer noch einen erhöhten Puls – selbst nach so vielen Jahren als Tagesthemensprecherin. Dies käme unter anderem dadurch, dass die Anzeige in den Kameras, von denen sie ihren stets selbst formulierten Moderationstext abliest, in letzter Zeit häufiger mitten in der Sendung nicht mehr funktioniert habe. Dann müsse sie schnell, und ohne groß vom Thema abzukommen, auf ihre Moderationskarten umsteigen. In solchen Momenten müsse man die Ruhe bewahren.
Wir hätten alle noch viel länger mit Frau Miosga zusammensitzen und Fragen stellen können. Doch sie musste um 12.00 Uhr anfangen, sich auf die Sendung am Abend vorzubereiten. Noch schnell ein gemeinsames Foto, dann haben wir uns von ihr verabschiedet.
Direkt nach Hannover zurück sind wir aber noch nicht gefahren. Denn was wäre ein Tag in Hamburg, ohne einmal durch die Innenstadt geschlendert zu sein? Den Nachmittag haben wir also noch bei schönstem Wetter in der City verbracht.
Der frühe Start am Morgen war zwar anstrengend, hat sich aber mehr als gelohnt. Es war sehr inspirierend und aufregend, Frau Miosga persönlich zu treffen, ihr unsere Fragen zu stellen und so viel über sie zu erfahren. Und nun wissen wir, dass Caren Miosga gerne Zitronenkuchen isst und selbst als Profi immer noch etwas aufgeregt vor jeder Sendung ist 🙂

Lara M., 11b